News-Archiv
06. Januar 2010
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Wintermärchen im Allwetterzoo
Der Schnee verzaubert den Zoo und die Tiere und macht selbst „Afrikanern“ Freude!
Wenn Amurtiger ausgelassen im Schnee toben, freut das die Zoobesucher. Und wenn „Rasputin“ und „Nely“ entspannt im Schnee liegen und in der Wintersonne dösen, würde sich kein Besucher wundern. Immerhin stammen die großen Raubkatzen aus den kältesten Regionen Asiens. Ehemals als „Sibirische Tiger“ bezeichnet sind die Amurtiger in der chinesisch-russischen Grenzregion beheimatet. Dort herrschen im Winter Temperaturen von bis zu minus 40 Grad Celsius. Deshalb haben diese Tiger auch ein besonders dichtes und langes Winterfell.
Tobt hingegen Nashörnchen „Ebun“ durch den Schnee, ist das eher ungewöhnlich. Kalt kann es im südafrikanischen Verbreitungsgebiet der Breitmaulnashörner zwar des Nachts auch werden, aber Schnee fällt dort so gut wie nie. Deshalb geht „Ebun“ auch nur einmal am Tag in die Kälte, meistens am frühen Nachmittag. Sie scheint den Schnee zu mögen - und frisst ihn sogar. Sie rennt mit Begeisterung über die weiße Fläche, das die Flocken nur so fliegen, darf aber maximal 15 Minuten draußen herumtoben.
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Besonders reizvoll war der bewaldete Zoobereich nach den starken Schneefällen am 3. Januar. Der Wolfswald im „Kinder- und Pferdepark“, in dem Iberische Wölfe leben, wurde in einen weißen Zauberwald verwandelt. Und die Mahlzeit der Gänsegeier wurde quasi auf einem „weißen Tischtuch“ serviert. Viel Arbeit mit den Schneemassen hatten allerdings die Zoogärtner. Sie schoben die weiße Pracht mit großen Maschinen von den Wegen, um den Besuchern das Laufen durch den Winterzoo zu erleichtern.
Wer kalte Füße bekommt, kann sich zum Glück im Allwetterzoo immer wieder aufwärmen. Die großen Tierhäuser sind beheizt und laden zum längeren Verweilen ein. Im Bärenhaus gibt’s witzige bärige Kunst in Vitrinen zu beobachten; im Tropenhaus kann man sich durch das üppige Grün und das Vogelgezwitscher in Urlaubsstimmung versetzen lassen. In der Nashornhalle „überwintern“ die quirligen Erdmännchen, im Elefantenhaus darf man Gebirgsloris mit Nektar füttern. Und auch in den Affenhäusern oder im Aquarium gibt es im Winter viel zu sehen!
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Die tollen Fotos gelangen Zoodirektor Jörg Adler am 3. Januar, nachdem es in der Nacht zuvor für westfälische Verhältnisse enorm stark geschneit hat.
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