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9. Februar 2010
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ZooGeschichte[n]. Wilde Tiere für Europa
Vom 11. Februar bis zum 25. Juli 2010 ist im Pferdemuseum im Zoo eine sehenswerte Ausstellung über zoologische Gärten zu sehen.
Bei den Besucherzahlen stellen zoologische Gärten Museen und Theater in den Schatten. Sie bieten Erholung, Unterhaltung und sind nicht zuletzt lehrreich. Nirgendwo sonst kommt man Tieren so nahe wie im Zoo. Zoologische Gärten zeigen aber weit mehr als nur Tiere, moderne Zoos haben sich die Erhaltung bedrohter Tierarten auf die Fahnen geschrieben. Jetzt kommen die Zoos ins Museum: Die Ausstellung "ZooGeschichte[n]. Wilde Tiere für Europa" greift die Geschichte der Zoos auf vom ersten Tiergarten 1752 in Wien über den 1875 gegründeten Westfälischen Zoologischen Garten zu Münster bis hin zu Medienstars wie dem Eisbären "Knut".
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Die Ausstellung verdeutlicht, welche Entwicklung die Zoos in den letzten rund 150 Jahren genommen haben. Sie konkurrierten zunächst darum, möglichst viele ausgefallene Tiere zu zeigen bis hin zur Präsentation von Menschen aus fernen Ländern in Völkerschauen. Seitdem hat sich das Selbstverständnis der Zoos stark verändert - und diese Entwicklung wird mit 140 Objekten aus drei Jahrhunderten veranschaulicht. Das älteste Exponat ist der 1802 erschienene Zooführer über die Tiere der Schönbrunner Menagerie. Einzigartig ist die Dermoplastik des vor über hundert Jahren ausgestorbenen Quaggas, einer Unterart des Steppenzebras. Es starb 1883 im Zoo von Amsterdam. Für Hollywood-Glamour sorgt der Original-Oscar, den der Zoodirektor und Tierfilmer Bernhard Grzimek für seinen 1959 gedrehten Dokumentarfilm "Serengeti darf nicht sterben" erhielt.
Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Westfälischen Pferdemuseums
Münster und des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit dem Allwetterzoo.
Weitere
Informationen zur Ausstellung auf der Website des Pferdemuseums.
Themenbereiche der Ausstellung
- Von der Menagerie zum wissenschaftlichen zoologischen Garten
- Zoos in Westfalen
- Berühmte Zootiere
- Wie kommt das wilde Tier in den Zoo? Fangmethoden und Tiertransporte
- Berufsfeld Zoo
- Zooarchitektur
- Der Zoo heute
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Ausstellungskino
Filmvorführungen über den alten münsterschen Zoo (s.u.), Tierfang in Afrika
und die Besucherlieblinge „Knut“, „Antje“ und „Ebun“ runden die Themen der
Ausstellung ab.
Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist vom 10. Februar bis 25. Juli 2010 im Pferdemuseum im Allwetterzoo
zu sehen. Das Museum ist täglich von 9 bis 16 Uhr, im März bis 17 Uhr, ab
April bis 18 Uhr geöffnet.
Buch zur Ausstellung
„ZooGeschichte[n]. Wilde Tiere für Europa.“
Herausgegeben von Verena Burhenne im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.
Begleitbuch zur Wanderausstellung des Westfälischen Pferdemuseums und des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit dem Allwetterzoo Münster,
Münster 2010, 171 durchgängig farbige Seiten, 177 Abbildungen, 13 Euro.
Das Buch ist im Westfälischen Pferdemuseum und bei den sieben nachfolgenden
Stationen käuflich zu erwerben. Es kann auch über das LWL-Museumsamt bestellt
werden (zuzüglich 2,00 € Portokosten).
Landschaftverband Westfalen-Lippe, LWL-Museumsamt für Westfalen, 48133 Münster,
museumsamt@lwl.org
Film zur Ausstellung
„Ein Elefant, eine Moschee und ein unwieser Professor“ - Geschichten aus Münsters altem Zoo. Spielzeit ca. 30 Minuten (Hauptfilm und ein Bonusfilm), Schwarz-Weiß und Farbe, DVD, Preis 14,90 Euro. Bezug: Im Museumsshop des Westfälischen Pferdemuseums, im LWL-Medienzentrum für Westfalen oder im Buchhandel.
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